Amnesty begrüßt Einführung der Kennzeichnungspflicht für Polizisten in Berlin

BERLIN – Anlässlich der Entscheidung zur Einführung einer Kennzeichnungspflicht für Polizisten in Berlin veröffentlicht Amnesty International ein Statement von Monika Lüke, Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland:

"Amnesty International begrüßt, dass Berlin als erstes Bundesland nun die individuelle Kennzeichnungspflicht für Polizeibeamte einführt. Damit wird die Transparenz in der Polizei gestärkt. Mit der Wahlpflicht zwischen Nummer oder Name wird dabei auch der Sorge der Polizei vor Angriffen Rechnung getragen. Wir fordern die Innenminister der anderen Bundesländer und des Bundes auf, schnell dem Vorbild von Berlin zu folgen."

Berlins Polizeipräsident Dieter Glietsch hat sich seit 2008 für die Einführung der Kennzeichnungspflicht eingesetzt. Hintergrund waren wiederholte Vorwürfe wegen rechtswidriger Gewalt gegen Berliner Polizeibeamte, die nicht aufgeklärt werden konnten, weil die handelnden Polizeibeamten nicht identifiziert werden konnten.

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