"Mehr Verantwortung bei der Polizei": Fotoaktion und Tatort-Installation bei Demonstration für Datenschutz in Berlin

BERLIN – Von der Demo auf der Straße direkt zur Demo im Internet: Mit einer Foto-Aktion am Rande der Demonstration für Datenschutz am 11.09.2010 in Berlin ruft Amnesty International zur Unterstützung ihrer Kampagne „Mehr Verantwortung bei der Polizei“ auf. Eine „Tatort-Installation“ symbolisiert den Fall des Radfahrers, den Polizisten bei der Demonstration für Datenschutz vor einem Jahr verletzt haben.

Am 8. Juli 2010 hatte Amnesty International den Bericht „Täter unbekannt - Mangelnde Aufklärung von mutmaßlichen Misshandlungen durch die Polizei in Deutschland“ veröffentlicht. Die Menschenrechtsorganisation dokumentiert darin Fälle übermäßiger Polizeigewalt sowie Todesfälle in Polizeigewahrsam und beschreibt die strukturellen Mängel im Umgang damit.

Knapp 6.000 Menschen haben sich seitdem an der Online-Demonstration der Amnesty- Kampagne und an den Petitionen an Bundesinnenminister Thomas de Maizière und Berlins Innensenator Ehrhart Körting beteiligt. Die Foto-Aktion soll die Online-Demo (http://www.amnestypolizei.de/mitmachen/fordern.html) vor Ort plastisch umsetzen. Die Kernforderungen von Amnesty International sind:

- Individuelle Kennzeichnungspflicht für Polizisten, denn die Aufklärung rechtswidriger Polizeigewalt scheitert oftmals, weil die Täter nicht identifiziert werden können.

- Unabhängige Untersuchungen bei mutmaßlichen Polizeiübergriffen, denn umgehende, umfassende und unparteiische Ermittlungen sind häufig nicht gewährleistet.

Bildmaterial von der Foto-Aktion und der Tatort-Installation finden Sie am 11.09.2010 ab 20:00 Uhr zum Download unter www.amnestypolizei.de/presse.

 

WANN: Samstag, 11.09.2010 12:30 Uhr

WO: Infostand am Potsdamer Platz Eingang S-Bahn / Ecke Alte Potsdamer Straße, Berlin

 

Kontakt vor Ort: Anabel Bermejo, Pressesprecherin Amnesty International in Deutschland +49 (0)151 52702172

 

 Terminhinweis 09.09.2010 Datenschutz-Demo [70 kB]