Zum Kampagnenabschluss (2/3): Resonanz, Ausblick mit Dank - Unterstützungsaufruf

Forderungen der Online-Demo

Nun zeigen wir auf, wie es nach der Kampagne weitergeht, und danken für die in den letzten 18 Monaten erfahrene Unterstützung. Denn die Resonanz in Öffentlichkeit und Fachwelt war beeindruckend!

Auch erfahren Sie, wie Sie Amnesty im Einsatz für die Menschenrechte in Deutschland und weltweit unterstützen können, und welche Möglichkeiten sich bieten, wenn sie sich weiter zum Thema Polizei und Menschenrechte engagieren wollen.

Im ersten Teil des Blogbeitrags hatten wir eine erste Bilanz der Kampagne gezogen und auf gesetzte und begleitete politische Impulse zurück geblickt. Im dritten Teil schließen wir mit einem Auftrag an die Verantwortlichen: Für eine transparente, moderne Polizeiarbeit!

  

STARKE ÖFFENTLICHE UND FACHLICHE RESONANZ

Amnesty-Aktion mit Petitionsunterschriften vor dem Bundestag, November 2011 (© Amnesty International / Christian Ditsch)Mit Petitionen, Aktionspostkarten, E-Mail-Aktionen, einer „Online-Demo“ und bei Facebook und Twitter wurden insgesamt weit mehr als 50.000 Unterstützungsbekundungen verschiedenster Art für die Forderungen der Kampagne vor Ort und im Netz gesammelt und Ende 2011 dem Bundesinnenministerium übergeben. Auch international – in den USA, Italien und weiteren Ländern – haben sich Menschen mit Amnesty-Petitionen und Aktionspostkarten an die Bundesregierung gewandt und sich für eine transparentere Polizeiarbeit in Deutschland stark gemacht.

Dass die Forderungen von Amnesty International – in erster Linie eine individuelle Kennzeichnungspflicht für Polizisten und unabhängige Untersuchungen nach Vorwürfen gegen Polizisten – inzwischen breiten Rückhalt in der Bevölkerung finden, ist seit Sommer 2010 immer wieder beeindruckend deutlich geworden. Ablesbar ist dies beispielsweise auch an den vielen sachlich argumentierenden Leserkommentaren, die immer wieder bei Medienberichten im Netz erscheinen; Medienberichte zum Thema, deren Anzahl im Kampagnenzeitraum merkbar angewachsen ist.

 

EHRENAMTLICHES ENGAGEMENT BEEINDRUCKT

Amnesty-Plakat bei Fandemo in Berlin, 2010Ohne überzeugtes ehrenamtliches Engagement wäre die Kampagne nicht gelungen. So haben ehrenamtlich aktive Amnesty-Experten an über 64 Aktionen, Info- und Diskussionsveranstaltungen teilgenommen. Viele dieser Veranstaltungen sind von Amnesty-Gruppen ehrenamtlich organisiert worden.

Alle Veranstaltungen und Aktionen haben deutlich gemacht: Das Thema Polizei und Menschenrechte ist ein Thema, dass viele Menschen in Deutschland bewegt. Das haben nicht zuletzt auch die vielen weiteren Veranstaltungen von anderen Organisationen, Parteien, Verbänden, Opferinitiativen und Fußball-Fanprojekten gezeigt, zu denen Amnesty-Sprecher eingeladen worden waren. 

 

EXPERTISE UND SACHLICHER DIALOG GESCHÄTZT

Fachkonferenz Polizei und MenschenrechteAuch in der Fachwelt hat sich Amnesty International als kompetenter Gesprächspartner für das Thema Polizei und Menschenrechte etabliert. Ein wichtiger Meilenstein dabei war eine große Fachkonferenz in Berlin im Herbst 2010, bei der erstmals in diesem Zusammenhang relevante Akteure und Institutionen zu einem hochrangigen sachorientierten Austausch zusammenkamen.

Als Ergebnis intensiver fachpolitischer Arbeit sind auch mehrere Auftritte von Amnesty-Experten bei parlamentarischen Sachverständigen-Anhörungen zu werten.

 

WIE GEHT ES NUN WEITER?

Die mit der Kampagne so sichtbar gewordene Menschenrechtsarbeit zum Thema Polizei wird auch zukünftig von Amnesty weiter geführt. Dabei wird Amnesty International nach wie vor den Austausch mit der Polizei und Politik suchen, um auf die menschenrechtliche Dimension der Polizeiarbeit aufmerksam zu machen.

Die Kampagnenseite www.amnestypolizei.de wird über den Abschluss im Januar 2012 hinaus zu dokumentarischen und informativen Zwecken bestehen bleiben, jedoch nicht mehr aktualisiert werden. Aktuelles rund um das Thema finden Sie in Zukunft auf der Webseite der Themenkoordinationsgruppe „Polizei und Menschenrechte“ (www.amnesty-polizei.de) sowie auf www.amnesty.de

 

DANKE FÜR IHRE UNTERSTÜTZUNG!

Dass Transparenz bei der Polizeiarbeit als Thema offensiv gesetzt und eine sachorientierte und breite Bewegung für mehr Verantwortung bei der Polizei angeschoben wurde, ist ein großer Erfolg für die Kampagne. Dies konnte nur erreicht werden, weil sich alle Beteiligten mit einem Höchstmaß an (ehrenamtlichem) Engagement interessiert und eingesetzt haben.

Amnesty International Deutschland bedankt sich für die während der Kampagne „Mehr Verantwortung bei der Polizei“ so vielfältig erfahrene Unterstützung: Im Netz, auf der Straße, bei Veranstaltungen, in den Medien, in Gesprächen und Briefen, „Tweets“ und Facebook-Kommentaren, in Fußballstadien im ganzen Land!

 

MENSCHENRECHTSARBEIT IST NICHT UMSONST

Amnesty per SMS unterstützenEine intensive und relativ lange Kampagne wie „Mehr Verantwortung bei der Polizei“ kostet nicht nur viel Einsatz. Helfen Sie mit, damit Amnesty weiterhin unabhängige Recherche- und Kampagnenarbeit leisten kann. Denn Amnesty nimmt aus Gründen der Unabhängigkeit keine Förderung durch staatliche Stellen an.  

Unterstützen Sie Amnesty jetzt mit einer Spende. Vielen Dank!

Jetzt spenden!

Sie wollen alleine oder gemeinsam mit anderen ehrenamtlich für die Menschenrechte aktiv werden? Schließen Sie sich der weltweiten Menschenrechtsbewegung Amnesty International an – werden Sie Amnesty-Mitglied!

Sollten Sie sich insbesondere für das Thema „Polizei und Menschenrechte“ interessieren und in diesem Bereich mit Amnesty aktiv werden wollen, dann schreiben Sie uns eine kurze E-Mail und wir nehmen Sie in den Info-Verteiler der Themenkoordinationsgruppe „Polizei und Menschenrechte“ auf.