Termine in Jena, Leipzig (10.3.) und Zwickau (11.3.): Amnesty-Experten sprechen über Polizeigewalt

Jena, Leipzig und Zwickau: Experten von Amnesty International sind im März 2011 vor allem im Osten Deutschlands unterwegs, um in Vorträgen über das Thema Polizei und Menschenrechte aufzuklären, die Kampagne "Mehr Verantwortung bei der Polizei" vorzustellen und im Dialog mit Interessierten und Unterstützern zu diskutieren, was gegen rechtswidrige Polizeigewalt und deren oft mangelhafte Aufklärung getan werden kann.

 

10.3.2011 in Jena: Amnesty-Hochschulgruppe und Fan-Vereine laden ein

Aktualisiert am 08.03.2011:

Im thüringischen Jena hat die dortige Hochschulgruppe von Amnesty International gemeinsam mit engagierten Initiativen der Fanszene, den Vereinen Hintertorperspektive und Horda Azzuro, am 10. März 2011 (19 Uhr) einen Vortrag der Amnesty-Kampagne zu rechtswidriger Polizeigewalt in Deutschland organisiert. Dieser ist Teil einer Reihe von Aktionen und Veranstaltungen, die die Amnesty-Hochschulgruppe Jena in den kommenden Wochen geplant hat, schreiben die Amnesty-Aktivisten auf ihrer Webseite: Zum Fussballspiel Jena vs. Erfurt am 19. März wollen wir auf das Thema hinweisen, wir machen am 22. März einen Workshop zum Thema Polizeigewalt und Umgang mit Repression (in Zusammenarbeit mit dem Legal Team Jena) und am 26. April einen Filmabend zum Thema im Kassablanca ("Gipfelstürmer - Die blutigen Tage von Genua" 2002)!

Flyer Jena

Flyer der Veranstaltungsreihe in Jena

Alexander Bosch, Sprecher der Themengruppe „Polizei und Menschenrechte“ berichtet bei seinem Vortrag am 10. März 2011 (19 Uhr) über die Kampagne und stellt den Amnesty-Bericht zu Deutschland („Täter unbekannt“, 2010) vor. Nicht nur für die Fanszene in Jena dürfte der Abend interessant werden.

WANN: Donnerstag, 10. März 2011, 19 Uhr

WO: Café Wagner, Jena (Wagnergasse 26)



Hinweis bei amnesty-uni-jena.de (auch zu den weiteren Veranstaltungen)  | Termin bei Facebook vormerken

 

10.3.2011 In Leipzig: Vortrag von Amnesty-Expertin Katharina Spiess über Polizeigewalt

Rechtswidrige Polizeigewalt: Wie arbeitet Amnesty International zum Thema Polizei und Menschenrechte? Welche Forderungen stellt Amnesty International an die Politik – auch im Rahmen der Kampagne „Mehr Verantwortung bei der Polizei“?

Flyer Leipzig

Plakat von Amnesty Leipzig

Darum geht es bei einem Vortrag am 10. März 2011 (19 Uhr) im Zeitgeschichtlichen Forum im Haus der Geschichte in Leipzig. Die Leipziger Gruppe von Amnesty International hat dazu Katharina Spieß, Polizeiexpertin von Amnesty International in Deutschland, als Referentin gewonnen.

Doch nicht nur die von Amnesty International in Deutschland dokumentierten Fälle werden Thema des Vortrags sein, schließlich hat Amnesty International auch zu anderen Ländern, u.a. Frankreich, Berichte vorgelegt, die

einen mangelhaften Umgang der Verantwortlichen mit dem Thema Polizeigewalt dokumentieren.

Der Leipziger Amnesty-Gruppe ist das Thema rechtswidrige Polizeigewalt nicht fremd. Sie setzt sich unter anderem auch für den Franzosen Lamba Soukouna ein, der von der französischen Polizei misshandelt wurde. Seine Beschwerde wurde von den Behörden ignoriert.

Amnesty International hat in einem Bericht (France: Public Outrage! Police officers above the law, PDF) aufgezeigt, dass es in Frankreich weiterhin Beschwerden über Misshandlungen durch Polizeibeamte, rassistische Übergriffe durch Polizeibeamte und exzessive Gewaltanwendung durch Polizeibeamte gibt.

Informationen von Amnesty Leipzig zu Polizeigewalt in Frankreich

WANN: Donnerstag, 10. März 2011, 19 Uhr

WO: Zeitgeschichtliches Forum Leipzig (Grimmaische Str. 6)



Terminhinweis amnesty-leipzig.de  | Termin bei Facebook vormerken



11.3.2011 In Zwickau: Alexander Bosch (Amnesty International) bei Fanprojekt

Fanprojekt Zwickau
Grafik: www.fanprojekt-zwickau.de

Das Fanprojekt Zwickau e.V. hat Alexander Bosch, Sprecher der Amnesty-Themengruppe „Polizei und Menschenrechte nach Südwestsachsen eingeladen. Dort informiert er die lokale Fussballszene über die Forderungen von Amnesty im Rahmen der Kampagne „Mehr Verantwortung bei der Polizei“. Vor allem die Kennzeichnungspflicht für Polizisten – wodurch die individuelle Verantwortung für möglicher Übergriffe durch Polizisten sichergestellt werden könnte – wird von den Fans bundesweit gefordert.

Doch auch der breitere Themenkomplex „Gewalt im Fussball und Polizeieinsätze“ dürfte mit den Fans diskutiert werden. Hier hofft Alexander Bosch, mit den Informationen des Berichts nicht zuletzt zu einer stärkeren Sachlichkeit in der Debatte beizutragen und gegen Feinbilder zu wirken, die das Verhältnis zwischen Fans und Polizei weiterhin stark belasten.

Das Fanprojekt schreibt in seiner Terminankündigung: Diesem brisanten Thema werden wir uns an diesem Abend widmen, da in Zwickauer Fußballkreisen bereits zu diesem Sachverhalt diskutiert wurde. Nach einem Referat von Alexander Bosch soll wird es zu einer offenen Diskussionsrunde kommen. Ihr seid herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei!

WANN: Freitag, 11. März 2011, 19 Uhr

WO: Geschäftsstelle Fanprojekt Zwickau e.V. , Zwickau (Äußere Plauensche Str. 18)



Terminhinweis des Fanprojekts  | Termin bei Facebook vormerken