
Über die Forderung von Amnesty International nach einer individuellen Kennzeichnung für Polizisten wird seit Start der Amnesty-Kampagne intensiv diskutiert. Dabei hat Amnesty International immer wieder darauf verwiesen, dass die Kennzeichnungspflicht in anderen Ländern längst üblich ist und – anders als es die Gegner einer Kennzeichnungspflicht befürchten – keine negativen Auswirkungen auf die Sicherheit der Beamten hat. Diese Sichtweise wird jetzt von einer Studie (PDF) bekräftigt, die im Auftrag der Linksfraktion-Abgeordneten Ulla Jelpke von den Wissenschaftlichen Diensten des Bundestags angefertigt wurde.
Am Donnerstag, den 7. April 2011, soll die Studie im Zusammenhang mit einem Antrag der Fraktion Die Linke zur Einführung einer Kennzeichnungspflicht für Angehörige der Bundespolizei (PDF) im Bundestag besprochen werden. Die Redebeiträge werden laut Tagesordnung zu Protokoll gegeben.
Polizeiexperte Alexander Bosch von Amnesty International hält die Studie für einen weiteren Beleg, dass die vielerorts in Deutschland noch blockierte Einführung einer Kennzeichnungspflicht für Polizisten „längst überfällig“ ist. Das zeigt der Blick auf die Ausarbeitung des Wissenschaftlichen Dienstes und auch die Interpretation durch die Presse – weiterlesen lohnt sich: