Nichts zu verbergen: Berliner Hochschulgruppen machen Kopftüten-Aktion für transparentere Polizeiarbeit


Amnesty-Aktivisten der Berliner Hochschulgruppen von Humboldt-, Technische und Freie Universität haben am 23. September 2010 am Bahnhof Zoo mit einer Aktion zum Amnesty-Bericht „Täter unbekannt“ auf das Thema rechtswidrige Polizeigewalt aufmerksam gemacht. Ein großer Banner verwies auf die Internetseite der Amnesty-Kampagne. Kopftüten verdeckten die Gesichter einiger Aktivisten – eine Anspielung auf die mangelnde Identifizierbarkeit von Polizisten und das Kampagnen-Motto „Nichts zu verbergen“.

Fabian Joeres, einer der beteiligten Amnesty-Mitglieder, berichtet: Wir haben Kampagnenflyer und unterschriftsreife Postkarten an Berlins Innensenator Körting und den Bundesinnenminister an Passanten verteilt, die sich sehr interessiert zeigten. Auch zwei anwesende Polizisten waren gegenüber unserem Anliegen sehr aufgeschlossen und haben mit Interesse den Polizeiflyer gelesen, mit dem sich die Kampagne extra an Polizisten wendet. Besonders gefreut haben wir uns, dass beide Polizisten Namensschilder trugen! Weitere Fotos in der Flickr-Gallerie: 

Das freiwillige Tragen von Namensschildern ist auf eine Initiative des Berliner Polizeipräsidenten Glietsch zurück zu führen. Bisher konnte er jedoch seinen (auch von Innensenator Körting geteilten) Wunsch einer verpflichtenden individuellen Kennzeichnung durch Nummern oder Namen der Berliner Polizisten nicht durchsetzen. Unterstützen Sie die langjährige Forderung von Amnesty International und helfen  Sie der Kennzeichnungspflicht zum Durchbruch in Berlin: 

Machen Sie jetzt mit bei der E-Mail-Petition!

Webseiten der Amnesty-Hochschulgruppen an der Humboldt-, Technische und Freie Universität