Neue Online-Aktion für Kennzeichungspflicht: E-Mail-Petition an Berlins Innensenator Körting

„Mehr Verantwortung bei der Polizei“ fordert die aktuelle Kampagne von Amnesty International, die dafür im Netz viel Unterstützung gefunden hat. Über 4000 Menschen demonstrieren aktuell für individuelle Kennzeichnungspflicht, unabhängige Untersuchungen, Videoaufzeichnung in Polizeiwachen und mehr Menschenrechtsbildung. Ebensoviele haben sich bei Facebook der Kampagne angeschlossen. Der Kampagnenspot wurde binnen weniger Tage 20.000 mal bei YouTube angesehen.

Mit einer neuen E-Mail-Aktion rufen wir nun dazu auf, den Berliner Innensenator Ehrhart Körting bei der Forderung nach einer Kennzeichnungspflicht für Polizisten zu unterstützen. Seit Jahren wird in Berlin über die Einführung einer individuellen Kennzeichnung von Polizeibeamten diskutiert. Zwar machen die Beamten der Berliner Sondereinsatzkommandos (SEK) schon seit zwei Jahren gute Erfahrungen damit, doch noch immer wird die Einführung der Kennzeichnungspflicht für alle Berliner Polizisten blockiert.

Mitte September 2010 steht im Berliner Abgeordnetenhaus das Thema wieder auf der Agenda. Helfen Sie uns, in den kommenden Wochen dem Berliner Innensenator zu verdeutlichen, dass dringender Handlungsbedarf für mehr Transparenz bei der Polizeiarbeit in Berlin besteht. Stärken Sie mit Ihrer Nachricht Ehrhart Körting in seinen Bemühungen, die Kennzeichnungspflicht gegenüber den Blockierern bei Polizei und Polizeigewerkschaften durchzusetzen.

Die Kennzeichnungspflicht für alle Polizisten in Berlin ist überfällig! Schicken Sie gleich hier und jetzt eine Nachricht an den Berliner Innensenator, gerne mit einem persönlichen Kommentar.

Jetzt mitmachen

 

E-Mail-Aktion an Bundesinnenminister

In den ersten Wochen der Kampagnen hatten sich über 500 Menschen an einer E-Mail-Petition beteiligt, die Bundesinnenminister Thomas de Maizière auffordert, sich für mehr Transparenz bei der Polizei in Deutschland stark zu machen. Die Aktion wird zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen werden. Vielen Dank für dieses starke Signal an Deutschlands "obersten Polizisten"! Auf der Straße werden übrigens weiterhin Unterschriften für die Petition an den Bundesinnenminister gesammelt. Alle Unterschriften werden wir später dem Minister übergeben.

 

"Begeistert über die Resonanz"

In einer heute anlässlich der neuen E-Mail-Aktion veröffentlichten Presseerklärung hat sich die Kampagnenleitung von Amnesty International Deutschland auch zum bisherigen Verlauf der Kampagne geäußert:

Seit dem Kampagnenstart für „Mehr Verantwortung bei der Polizei“ vor knapp vier Wochen haben bereits 4.000 Menschen im Netz für mehr Transparenz bei der Polizeiarbeit demonstriert. Barbara Hohl, Kampagnenkoordinatorin von Amnesty International in Deutschland, zieht eine erste Bilanz der Onlineaktionen: „Viele Blogger schreiben über die Kampagne und schließen sich den Forderungen von Amnesty International an, das motiviert und bestätigt unsere Arbeit.“

Amnesty International nutzt dabei aktiv verschiedene Onlinekanäle. In sozialen Netzwerken und Foren wird lebhaft über die Kennzeichnungspflicht von Polizisten, über unabhängige Untersuchungen und Menschenrechtsbildung diskutiert. Die Facebook-Seite der Kampagne zählt aktuell knapp 4.000 „Fans“, und auch auf Twitter hat sich die Kampagne etabliert. Ein viraler Videospot erreichte innerhalb von wenigen Tagen 20.000 Aufrufe bei YouTube.

„Diese dynamische Entwicklung zeigt uns, dass wir mit unserer Strategie, mit diesem Thema auch im Netz stärker präsent zu sein, den richtigen Weg eingeschlagen haben. Politik wird heute auch im Internet gemacht und wir sind begeistert über die Resonanz“, sagt Barbara Hohl. Die Unterstützung der Kampagne zeigt bereits erste politische Erfolge: Der Deutsche Anwaltverein (DAV) hat sich der Forderung nach der individuellen Kennzeichnungspflicht angeschlossen und in vielen Bundesländern mehren sich unterstützende Stimmen.

Vielen Dank allen Unterstützern, die diese Entwicklung möglich gemacht haben. Engagieren Sie sich weiterhin für mehr Transparenz und Verantwortung bei der Polizei - nehmen Sie an den aktuellen wie zukünftigen Aktionen teil. 

 

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