Aktionen und Veranstaltungen Nov./Dez. 2010: Ein Rückblick mit Fotos


Foto: Amnesty-Bezirk Aachen, © Amnesty International

In den letzten Wochen war im Rahmen der Kampagne „Mehr Verantwortung bei der Polizei“ Einiges los – nicht nur im Netz, auch in vielen Städten Deutschlands gab es Veranstaltungen und Aktionen gegen rechtswidrige Polizeigewalt und für mehr Transparenz bei der Polizeiarbeit. Vor allem rund um den Tag der Menschenrechte waren Amnesty-Mitglieder aktiv (wir hatten zu den Terminen im Blog eingeladen).

Hier nun eine Rückschau mit Fotos aus Berlin, Tübingen, Rostock, Aachen und Darmstadt. Besondern interessant: In Kulmbach und Kaiserslautern gab es Veranstaltungen, die nicht von Amnesty-Mitgliedern selbst organisiert worden waren, sondern von Menschen, die mit ihrem eigenen Engagement die Kampagne „Mehr Verantwortung bei der Polizei“ unterstützen wollten.

 

Berlin: Aktion vor dem Brandenburger Tor


Foto: Amnesty-Hochschulgruppe TU Berlin, © Amnesty International

Schon im November hatten Aktivisten der Amnesty-Hochschulgruppe der TU Berlin mit einer Aktion vor dem Brandenburger Tor auf die Amnesty-Kampagne zu rechtswidriger Polizeigewalt aufmerksam gemacht und Unterschriften für die Petition an Bundesinnenminister Thomas de Maizière gesammelt.  

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Flashmob und Tatort-Installation in Tübingen

Tübingen Flashmob
Foto: Amnesty-Hochschulgruppe Uni Tübingen, © Amnesty International

Am 25. November 2010 haben Mitglieder der Amnesty-Hochschulgruppe Tübingen mit etwa 20 Teilnehmern einen Flashmob in der Mensa der Tübinger Universität veranstaltet. Wir wollten damit auf die aktuelle Polizei-Kampagne von Amnesty International und die damit verbunden Forderungen nach Kennzeichnungspflicht für Polizisten und unabhängige Untersuchungen bei Vorwürfen gegen die Polizei aufmerksam machen. Die Reaktion auf den Flashmob war sehr positiv und wir konnten nach der Aktion auch noch etwa 60 unterschriebene Aktions-Postkarten an den Bundesinnenminister einsammeln. Auch unsere „Tatort“-Installation erweckte das Interesse von Passanten, berichtet Konstantin Sering von der Tübinger Hochschulgruppe von Amnesty International auf der Webseite der Gruppe.
 

"Heisse" Debatte in Rostock

  Foto: Andreas Dähn informatik.uni-rostock.de, © Amnesty International

Eine spannende Diskussionsrunde gab es am 9. Dezember 2010 an der Universität Rostock, zu der die lokale Amnesty-Gruppe eingeladen hatte. Unter Leitung des Journalisten Michael Dräger diskutierten Martin Herrnkind von Amnesty International, der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft Rainer Wendt, Joachim „Schuppe“ Fischer von der Fanbetreuung des FC Hansa Rostock sowie der Rechtsanwalt Michael Nötzel.

„Wie viel Kontrolle braucht die Polizei?“ lautete die Frage des Abends. In der kontroversen Debatte standen vor allem die Forderungen nach Kennzeichnungspflicht sowie unabhängigen Untersuchungskommissionen im Mittelpunkt.

Stefan Altkrüger, Sprecher der Amnesty-Hochschulgruppe Rostock, zeigte sich in einem ausführlichen Bericht über die gelungene Veranstaltung erfreut: Zwar hätten aus Zeitgründen nicht alle Fragen des Publikums beantwortet werden können und die Diskussion nach zwei Stunden beendet werden müssen. Danach sei es jedoch mit der Debatte vor dem Unigebäude und auf dem Nachhauseweg rege weitergegangen. Auch in den Tagen danach hätte es viele positive Rückmeldungen gegeben.

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Mahnwache zum Tag der Menschenrechte in Aachen

Fotos: Amnesty-Bezirk Aachen, © Amnesty International

Mitglieder aus dem Amnesty-Bezirk Aachen machten am Tag der Menschenrechte mit einer Mahnwache vor der St. Nikolauskirche auf die Kampagne „Mehr Verantwortung bei der Polizei“ aufmerksam und sammelt Unterschriften für Petitionen, unter anderem an den Bundesinnenminister.

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Vortrag bei Infoabend in Darmstadt

Foto: Amnesty-Bezirk Darmstadt, © Amnesty International

Andreas Schwantner von der Amnesty-Fachkommission "Polizeirecherche" stellte am 14. Dezember 2010 den Bericht "Täter unbekannt" und die Kampagne für mehr Transparenz bei der Polizeiarbeit in Deutschland einem interessierten Publikum im "schlosskeller“ in Darmstadt vor. Eingeladen hatte der Amnesty-Bezirk Darmstadt.

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Kulmbach: Schüler regt Diskussion um Polizeigewalt an

Kulmbach
Foto: Christopher Scheler (Berufsoberschule Kulmbach)

Schönes Engagement: Marius Löffler, Berufsoberschüler aus Kulmbach, hat eine Seminararbeit über rechtswidrige Polizeigewalt geschrieben und an seiner Schule eine Podiumsdiskussion angeregt, die am 7. Dezember 2010 stattfand.

Auf dem Podium (v.l.n.r.): Ralf Peisl, Rechtsanwalt und Aufsichtsrat des FC Nürnberg, Jürgen Köhnlein, Bezirksvorsitzender Deutsche Polizeigewerkschaft, Andreas Schwantner, Amnesty International, Michael Klein, Lehrer an der Berufsoberschule, KD Harald Osel, Polizeipräsidium Oberfranken, und der Schüler Marius Löffler.

Nicht nur für die vielen anwesenden Schüler eine spannende Veranstaltung; auch die lokale Presse – z.B. die Frankenpost – berichtete ausführlich, und widmete dem engagierten Schüler auch ein Porträt.

 

Ultra-Gruppe aus Kaiserslautern unterstützt Kampagne mit Aktionstag

Frenetic Youth, Kaiserslautern
Fotos: Frenetic Youth, © Frenetic Youth

Bei einem „Aktionstag“ am 16. Bundesliga-Spieltag hat die Ultra-Gruppe „Frenetic Youth“ in Kaiserslautern für Aufsehen gesorgt. Ausgestattet mit Kampagnenmaterial von Amnesty International und inspiriert von Aktionsideen der Kampagne warben die Fans mit einem Infostand, einer „Tatort“-Installation und großen Spruchbändern vor und im Stadion für Unterstützung der Kampagne „Mehr Verantwortung bei der Polizei“.

Frenetic Youth, Kaiserslautern

In einem Rückblick auf der Webseite von Frenetic Youth schreiben die engagierten Ultras: Wir freuen uns über das breite Interesse der FCK Fans, bedanken uns bei Amnesty International für die Kooperation, bei den Ultras aus Fürth und Jena für die bereitgestellten Texte und für die zahlreichen engagierten Diskussionen mit den Menschen im Stadion. Frenetic Youth hofft auf weitere Verbreitung und einen erfolgreichen Verlauf der Amnesty International Kampagne "Mehr Verantwortung bei der Polizei". Transparenz schützt Menschenrechte - im Fußballstadion und überall! Eine tolle Aktion, über die wir uns sehr gefreut haben! Mehr Fotos zum Aktionstag in Kaiserslautern auf www.frenetic-youth.de.

Frenetic Youth, Kaiserslautern

Frenetic Youth, Kaiserslautern

Frenetic Youth, Kaiserslautern

Hintergrund-Interview zu Fußball/Polizei/Ultras: "Nicht jeder Fan ist ein Hooligan"