29.4.2011 in Köln: "Täter unbekannt" - Vortrag und Diskussion mit Amnesty-Polizeiexperte

Rechtswidrige Polizeigewalt in Deutschland – dazu hat Amnesty International nach jahrelangen Recherchen einen weiteren Bericht im Juni 2010 vorgelegt. Andreas Schwantner war daran als Sprecher der Amnesty-Fachkommission „Polizeirecherche“ maßgeblich beteiligt. Am Freitag, den 29. April 2011 ab 20 Uhr stellt er den Bericht und die darin anschließende Kampagne „Mehr Verantwortung bei der Polizei“ bei einem Vortrag in Köln vor. 

"Täter unbekannt" - Tatortinstallation

Bild: "Tatort-Installation" der Kampagne in Berlin. © Amnesty International

Aus der Einladung (Flyer): Der Vortrag wird die Inhalte des Amnesty-Berichtes darstellen und aufzeigen, welche Instrumente für mehr Transparenz in der Polizeiarbeit und der staatliche Aufklärung von Misshandlungsvorwürfen sorgen können. Die Veranstalter vom Projekt „Erinnern und Handeln für Menschenrechte“ im Allerweltshaus Köln sowie der Vortragende freuen sich auf vielfaches Erscheinen und rege Diskussionen im Anschluss an den Vortrag!

 

WANN: Freitag, 29. April 2011, 20 Uhr

WO: Allerweltshaus Köln, Körnerstr. 77, Köln

, Eintritt: 3,- EUR.

Terminhinweis bei www.menschenrechte-koeln.de | Bei Facebook vormerken und einladen!

 

Hintergrund:

In dem im Juli 2010 veröffentlichten Bericht "Mangelnde Aufklärung von mutmaßlichen Misshandlungen durch die Polizei in Deutschland" dokumentiert Amnesty International ernstzunehmende Vorwürfe von mutmaßlicher Misshandlung und unverhältnismäßiger Gewaltanwendung durch Polizeibeamte in Deutschland.

Rechtswidrige Gewalt, Misshandlung und Diskriminierung durch Staatsorgane sind Menschenrechtsverletzungen. Polizisten sind berechtigt, im Dienst Gewalt anzuwenden - und verpflichtet, die Menschenrechte zu achten. Tun sie das nicht, ist der Staat in der Pflicht, umgehend und umfassend aufzuklären. Doch zu oft bleiben die Täter im Dunkeln und der Staat tatenlos - wenn die Täter Polizisten sind, gehen sie häufig straffrei aus. In vielen Fällen. Auch in Deutschland.

Daher braucht die Polizeiarbeit in Deutschland mehr Transparenz. Denn Transparenz schützt Menschenrechte. Rechtswidrige Polizeigewalt geschieht in Deutschland nicht systematisch. Amnesty International ist überzeugt, dass die große Mehrheit der Polizisten in Deutschland sehr gute Arbeit unter zum Teil sehr schwierigen Bedingungen leistet. Dennoch ist jeder Einzelfall ein Einzelfall zu viel.