13.10.2010: Podiumsdiskussion in Nürnberg mit Betroffenen, Anwälten, MdL und Amnesty International


Update:
Rund 90 interessierte Gäste konnten wir in Nürnberg am 13. Oktober 2010 begrüßen, von denen sich viele auch lebhaft beteiligten. Schön, dass so viele Menschen gekommen sind! Von vielen haben wir gehört, dass ihnen die Veranstaltung gut gefallen hat – das freut und motiviert natürlich. Einen guten Einblick in den Abend gibt der Bericht der Nürnberger Nachrichten: "Wenn Polizisten zu Tätern werden" (16.10.2010,
Nordbayern.de). Fotos bei Flickr:

Amnesty International informiert am Mittwoch, 13. Oktober 2010 ab 19.30 Uhr über Fälle von Menschenrechtsverletzungen durch Polizisten in Deutschland und im Besonderen im Freistaat Bayern: Unter anderem geht es dabei um Vorfälle in Zusammenhang mit unverhältnismäßigen Polizeieinsätzen gegen Fußballfans beim Münchner Amateurderby im Grünwalder Station im Dezember 2007 und beim Pokalspiel der SpVgg Greuther Fürth im Februar 2010. Opfer der Einsätze und deren Anwälte sowie der Fanbeauftragte von Greuther Fürth werden bei der Podiumsdiskussion berichten. 

Der Nürnberger Liedermacher Gymmick wird mit seinem Rechtsvertreter ebenfalls anwesend sein. Sein Instrument war im Juli 2010 bei einer als regelrecht enthemmt“ beschriebenen „Hetzjagd“ (Süddeutsche Zeitung) von Polizisten des Unterstützerkommandos (USK) beschädigt worden. Der Staat verweigert bis heute eine Entschädigung.

Auch der Landtagsabgeordnete Horst Arnold (SPD, Fürth) und Alexander Bosch von Amnesty International (Sprecher der Themengruppe Polizei und Menschenrechte) beteiligen sich an der Diskussion, um die von Amnesty geforderten Lösungswege für mehr Transparenz und Verantwortung bei der Polizei zu debattieren.

Zeit: Mittwoch, 13. Oktober 2010, ab 19.30 Uhr
Ort: eckstein, Burgstraße 1-3 in Nürnberg
Mit: RA Marc Noli, München, Tobias Hacker (Liedermacher Gymmick), RA Philipp Körblein, Nürnberg, Nicolas Heckel, Fan-Beauftragter Greuther Fürth, MdL Horst Arnold, Fürth und Alexander Bosch, Amnesty International

„Jeder Einzelfall ist ein Fall zuviel“, sagt Günther Wagner, Mitglied der Amnesty-Themengruppe Polizei und Menschenrechte und Organisator der Podiumsdiskussion: Jeder kann sich an unserer bundesweiten Kampagne beteiligen und dazu beitragen, dass Innenminister und Polizeipräsidenten dringend notwendige Verbesserungen im Umgang mit Fällen von Polizeigewalt endlich angehen. Wir freuen uns, Sie am 13. Oktober in Nürnberg begrüßen zu dürfen. Tobias Hacker, als Liedermacher unter dem Namen Gymmick bekannt, hat seine Erfahrung mit dem USK übrigens in einem Lied verarbeitet:

 

"Nicht jeder Fan ist ein Hooligan" - Interview mit Alexander Bosch